Die Serie der 2-Raum Ausstellungen im Museum Art Plus in Donaueschingen zeigt neben ihrer Hauptsausstellung "Nature unlimited" in kürzeren Intervallen auch Künstler:innen der Region, aber jetzt auch den Keramikkünstler Andreas Tesch, der in Berlin arbeitet und in Melbourne aufgewachsen ist.
Nicht nur das in der zeitgenössischen Kunst eher seltene Material der Keramik, das man eher im Designbereich und auf Kunsthandwerker-Märkten verortet, sondern auch der Titel macht neugierig. Fossilien sind ja eher als Überrreste von vergangenen Erdzeitaltern bekannt, deren Spuren und Sedimente so mühselig wie aufschlussreich von Paläontologen erforscht werden. Mit dem Begriff Zukunft verbindet man Fossilien erst einmal nicht.
Fossilien als Vorbild für Teschs künstlerisches Werk läuft dem Hype vieler Gegenwartskunst zuwider, die sich zur Zeit viel mit KI und virtuellen Welten befassen. Dabei sind auch seine Fossilien durch und durch künstlich: Sie zeigen nur das vom Menschen Gestaltete in relativ geodneter und überschaubarer Form und lassen das Verborgene, Rätselhafte, so schwer zu Ergründende einfach hinter sich. Somit gehen sie ganz und gar im immer mehr vom Menschen geformten Zeitalter des Anthropozän auf. Für diese eher beunruhigende Erkenntnis aber bieten Teschs hier ausgestellten Werke ein erstaunliches Potential an Kraft und Ruhe.
Im letzten Raum der 2-Raum Schau wird man mit Vogelstimmen empfangen, die seltsam fremd und doch irgendwie gut zu den beiden größten Werkgruppen von Skulpturen passen.
In dem anderen Medium von Teschs Zeichnungen ahnt man die frei florierenden Ideen und Inspirationen des Künstlers. Sie sind als Erweiterung zum Verständnis für die Exponate besonders wertvoll.








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