Mittwoch, 27. Februar 2019

Farbrausch mit Kalkül - Malerei von David Schnell in Chemnitz


"Splitter" ist der Titel der Ausstellung mit überwiegend großformatigen Bildern von David Schnell in den Kunstsammlungen Chemnitz, die noch bis 12. Mai zu sehen ist. Schon auf dem Treppenabsatz am Eingang der Ausstellung wird man mit einem großformatigen Bild in Orange in Bann geschlagen.

David Schnell: Öl auf Leinwand, 800 x 512 cm, 2007
Darin zu erkennen sind Elemente von Landschaft, die sich nach oben hin zu flächigen Flecken auflösen und sich zu einer rein abstrakten Farbkomposition in denselben Farben entwickelt, wie die Farben im Vordergrund.

Mittwoch, 14. November 2018

Geschichten aus der Sklaverei: Onkel Tom's Hütte (3)

Der transatlantische Sklavenhandel wurde zur größten Zwangsumsiedlung der Menschheit, bei der schätzungsweise elf Millionen Menschen zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert  in die Neue Welt und nach Europa verschleppt wurden. Dieses immense Ausmaß konnte von den Opfern naturgemäß kaum dokumentiert werden. Dennoch gibt es einige wenig bekannte, spärliche Zeugnisse von Betroffenen.

Fußfessel für Sklaven, Musée de la civilisation.celtique / Bibracte, Frankreich.Foto: wikimedia, Quelle Urban
In einer mehrteiligen Serie zum Sklavenhandel und ihren unterschiedlichen Folgen habe ich bereits  einige dieser Zeugnisse vorgestellt - so die Die Prinzen von Calabar des Historikers Randy J. Spark, der den spannenden Briefwechsel zweier irrtümlich in die Sklaverei verschleppter nigerianischer Sklavenhändler in historische Zusammenhänge bringt oder die Aufzeichnungen Jan Stedmans, der fünf Jahre in Surinam Sklavenaufstände im Namen der britischen Krone niederschlug. In ihnen wird dieses belastende Thema weg von der bloßen Aufzählung geschichtlicher Fakten hin zu anschaulichen Geschichten von Einzelschicksalen verlagert, die trotz ihrer Einzigartigkeit und ihrer unterschiedlichen Perspektiven erhebliche Teile des blutigen Geschäfts beleuchten.

1852 erschien der Roman "Uncle Toms Cabin" von Harriet Beecher Stowe in Boston und ist also nicht wie die anderen Beiträge zur Sklaverei historisches Dokument, sondern Fiktion. Der erste Teil zu den Hintergründen des Romans sowie der zweite Teil zur Geschichte von 'Onkel Tom' erschien hier auf diesem Blog.

Freitag, 9. November 2018

Geschichten aus der Sklaverei: Onkel Tom's Hütte (2)

Der transatlantische Sklavenhandel wurde zur größten Zwangsumsiedlung der Menschheit, bei der schätzungsweise elf Millionen Menschen zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert  in die Neue Welt und nach Europa verschleppt wurden. Dieses immense Ausmaß konnte von den Opfern naturgemäß kaum dokumentiert werden. Dennoch gibt es einige wenig bekannte, spärliche Zeugnisse von Betroffenen.

Fußfessel für Sklaven, Musée de la civilisation.celtique / Bibracte, Frankreich.Foto: wikimedia, Quelle Urban
In einer mehrteiligen Serie zum Sklavenhandel und ihren unterschiedlichen Folgen habe ich bereits  einige dieser Zeugnisse vorgestellt - so die Die Prinzen von Calabar des Historikers Randy J. Spark, der den spannenden Briefwechsel zweier irrtümlich in die Sklaverei verschleppter nigerianischer Sklavenhändler in historische Zusammenhänge bringt oder die Aufzeichnungen Jan Stedmans, der fünf Jahre in Surinam Sklavenaufstände im Namen der britischen Krone niederschlug. In ihnen wird dieses belastende Thema weg von der bloßen Aufzählung geschichtlicher Fakten hin zu anschaulichen Geschichten von Einzelschicksalen verlagert, die trotz ihrer Einzigartigkeit und ihrer unterschiedlichen Perspektiven erhebliche Teile des blutigen Geschäfts beleuchten.

1852 erschien der Roman "Uncle Toms Cabin" von Harriet Beecher Stowe in Boston und ist also nicht wie die anderen Beiträge zur Sklaverei historisches Dokument, sondern Fiktion. Der erste Teil zu den Hintergründen des Romans erschien hier.

Montag, 5. November 2018

Geschichten aus der Sklaverei: Onkel Tom's Hütte (1)

Der transatlantische Sklavenhandel wurde zur größten Zwangsumsiedlung der Menschheit, bei der schätzungsweise elf Millionen Menschen zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert  in die Neue Welt und nach Europa verschleppt wurden. Dieses immense Ausmaß konnte von den Opfern naturgemäß kaum dokumentiert werden. Dennoch gibt es einige wenig bekannte, spärliche Zeugnisse von Betroffenen.

Fußfessel für Sklaven, Musée de la civilisation.celtique / Bibracte, Frankreich.Foto: wikimedia, Quelle Urban
In einer mehrteiligen Serie zum Sklavenhandel und ihren unterschiedlichen Folgen habe ich bereits  einige dieser Zeugnisse vorgestellt - so die Die Prinzen von Calabar des Historikers Randy J. Spark, der den spannenden Briefwechsel zweier irrtümlich in die Sklaverei verschleppter nigerianischer Sklavenhändler in historische Zusammenhänge bringt oder die Aufzeichnungen Jan Stedmans, der fünf Jahre in Surinam Sklavenaufstände im Namen der britischen Krone niederschlug. In ihnen wird dieses belastende Thema weg von der bloßen Aufzählung geschichtlicher Fakten hin zu anschaulichen Geschichten von Einzelschicksalen verlagert, die trotz ihrer Einzigartigkeit und ihrer unterschiedlichen Perspektiven erhebliche Teile des blutigen Geschäfts beleuchten.

Samstag, 16. Juni 2018

"Zur Nachahmung empfohlen" - eine Ausstellung zum Thema Nachhaltigkeit

Ein menschenleeres MacDonald's Restaurant irgendwo in den USA: An der Wand hängt ein Bild vom Arbeiter des Monats, auf den Tischen Essensreste, die Kaffeemaschine blubbert und die Rührer der Saftmaschinen bewegen sich träge durch die beiden knallbunten Flüssigkeiten in trüb gewordenen Glasbehältern.

Rasmus Nielsen, Björnsterne Christiansen, Jakob Fenge: "Flooded McDaonld's"
Klar, denkt man wenig überrascht - hier geht es um den überbordenden Verpackungsmüll, Djunkfood und dem knallharten Kapitalismus der Fastfoodkette. Unter dem Titel "Zur Nachahmung empfohlen" gastiert die Wanderausstellung mit diesem Beitrag zur Zeit in Bonn.

Freitag, 25. Mai 2018

Geschichten aus der Sklaverei: Expedition nach Surinam (Teil 2)

In einer mehrteiligen Serie zum Sklavenhandel und ihren unterschiedlichen Folgen möchte ich einige dieser Zeugnisse vorstellen. In ihnen wird dieses belastende Thema weg von der bloßen Aufzählung geschichtlicher Fakten hin zu anschaulichen Geschichten von Einzelschicksalen verlagert, die trotz ihrer Einzigartigkeit und ihrer unterschiedlichen Perspektiven erhebliche Teile des blutigen Geschäfts beleuchten.  Mit die "Prinzen von Calabar" gab es mit den Briefen von zwei nigerianischen Sklavenhändlern, die irrtümlich als Sklaven gefangen wurden, den ersten Beitrag zu diesem Thema.

Fußfessel für Sklaven, Musée de la civilisation.celtique / Bibracte, Frankreich.Foto: wikimedia, Quelle Urban
 
Der erste Teil von "Expedition nach Surinam" erschien am 28.April auf diesem Blog.

Samstag, 28. April 2018

Geschichten aus der Sklaverei: Expedition nach Surinam (Teil 1)

In einer mehrteiligen Serie zum Sklavenhandel und ihren unterschiedlichen Folgen möchte ich einige dieser Zeugnisse vorstellen. In ihnen wird dieses belastende Thema weg von der bloßen Aufzählung geschichtlicher Fakten hin zu anschaulichen Geschichten von Einzelschicksalen verlagert, die trotz ihrer Einzigartigkeit und ihrer unterschiedlichen Perspektiven erhebliche Teile des blutigen Geschäfts beleuchten.  Mit die "Prinzen von Calabar" gab es mit den Briefen von zwei nigerianischen Sklavenhändlern, die irrtümlich als Sklaven gefangen wurden, den ersten Beitrag zu diesem Thema.
Fußfessel für Sklaven, Musée de la civilisation.celtique / Bibracte, Frankreich. Foto: wikimedia, Quelle Urban
Über 800 Seiten lang, durchsetzt mit akribischen Zeichnungen von Flora, Fauna und den Bewohnern von Surinam, Karten, Aufzählungen von Waren und den Profiten, die mit ihnen gemacht wurden bis hin zu Gedichten berichtet uns John Gabriel Stedman - holländischer Staatsbürger - von seiner "Expedition nach Surinam".